Rome V: Neue Erkenntnisse zu Reizdarm & Co.

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Unser Wissen über das Reizdarmsyndrom und andere Erkrankungen der Darm-Hirn-Interaktion entwickelt sich stetig weiter. Mit Rome V wurde 2026 eine neue Fassung der international anerkannten wissenschaftlichen Kriterien und Empfehlungen für diese Erkrankungen veröffentlicht.

Was ist Rome V?
Die sogenannten Rom-Kriterien helfen Ärzt:innen und Wissenschaftler:innen dabei, Erkrankungen der Darm-Hirn-Interaktion (DGBI) – darunter das Reizdarmsyndrom und die funktionelle Dyspepsie – einheitlich zu definieren, zu diagnostizieren und zu erforschen. Sie werden regelmäßig auf Grundlage neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse weiterentwickelt. Rome V ist die inzwischen fünfte Generation dieses internationalen Referenzwerks.

Die neuen Empfehlungen berücksichtigen aktuelle Erkenntnisse darüber, wie Darm und Gehirn miteinander kommunizieren, wie unterschiedlich sich Beschwerden äußern können und welche Faktoren bei Diagnose und Behandlung eine Rolle spielen.

Was ist neu?
Eine für viele Betroffene wichtige Änderung betrifft beispielsweise das Reizdarmsyndrom: Neben Bauchschmerzen wird in Rome V wieder „abdominal discomfort“, also ein unangenehmes Bauchgefühl bzw. Bauchbeschwerden, berücksichtigt. Auch die erforderliche Häufigkeit der Beschwerden wurde angepasst. Darüber hinaus unterscheidet Rome V stärker zwischen Kriterien für wissenschaftliche Studien und der Diagnose im klinischen Alltag. Damit erhält die individuelle Situation der Patient:innen mehr Raum.

Auch bei anderen Erkrankungen der Darm-Hirn-Interaktion, etwa der funktionellen Dyspepsie, wurden Kriterien überarbeitet und neue wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt.

Was bedeutet das für Betroffene?
Rome V zeigt vor allem, wie sich das Verständnis dieser Erkrankungen weiterentwickelt. Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung oder Völlegefühl können erheblich belasten – auch wenn bei Untersuchungen keine strukturelle Ursache gefunden wird. Die Forschung versteht heute immer besser, welche komplexen Prozesse im Zusammenspiel von Darm, Nervensystem und Gehirn daran beteiligt sein können.

Hier geht es zur Rome-V-Ausgabe von Gastroenterology: