Digitale Unterstützung bei Reizdarm – mit einer App auf Rezept

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Wenn der Darm nicht richtig funktioniert, führt das nicht nur zu unangenehmen Symptomen, sondern beeinträchtigt oft den gesamten Alltag. Begleitet von Ängsten und Scham reagieren Betroffene oft mit sozialem Rückzug, gar Isolation. Dabei ist man mit der Diagnose Reizdarm nicht allein, denn 10 bis 20 Prozent unserer Bevölkerung leiden darunter. Wie so oft ist der erste Schritt: darüber zu sprechen! Der zweite Schritt: sich professionelle Unterstützung holen. Denn Reizdarm ist eine komplexe Erkrankung – eine Standardtherapie, die allen gleich gut hilft, gibt es nicht. Eine erfolgreiche Behandlung kombiniert deshalb unterschiedliche Ansätze ganz individuell. Genau hier setzt eine digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) an. Diese medizinisch geprüfte App unterstützt Patient:innen dabei, ihre Erkrankung und die Zusammenhänge der Symptome besser zu verstehen. Durch die Anpassung des Lebensstils und des Verhaltens, insbesondere der Ernährung, können Betroffene lernen, besser mit ihrer Erkrankung umzugehen. Die App bietet ein 12-wöchiges Therapieprogramm, das auf den Empfehlungen der ärztlichen Leitlinien basiert und bis zu drei Module kombiniert:

  • Basiswissen zum Reizdarmsyndrom
  • Ernährung: Schritt-für-Schritt-Anleitung der Low-FODMAP-Diät mit über 100 Rezepten
  • Gefühle und Verhalten: Strategien aus der kognitiven Verhaltenstherapie und Entspannungstechniken
  • Audio geführte, darmgerichtete Hypnose

Studien zeigen: 70 % der Nutzer:innen berichten über eine spürbare Linderung der Beschwerden und eine verbesserte Lebensqualität. Rückmeldungen von Anwender*innen belegen die hohe Akzeptanz und die einfache Bedienbarkeit der App.

So berichtet Andrea F.: „Wenn man sich voll und ganz auf die App und das Programm eingelassen hat, will man gar nicht mehr ohne sie den Tag verbringen. Mir hat sehr gut gefallen, dass man wochen- oder monateweise rückblickend die Entwicklung des eigenen Reizdarm-Syndroms beobachten kann. Das habe ich auch genutzt, um der Hausärztin und meiner Gastroenterologin ein Bild von meiner Situation zu machen. Auf Grund der Diagramme, die die App nach dem Tracking erstellt, kann man viel über sich erfahren bzw. rückblickend auch ausmachen, was eventuelle Beschwerden an einem bestimmten Tag ausgemacht haben könnten.“

Die Cara Care Reizdarm-App wird wie ein Medikament vom Haus- oder Facharzt verordnet und die Kosten werden von allen gesetzlichen und den meisten privaten Krankenkassen übernommen.