Leben mit einem Reizdarmsyndrom

Auch wenn ein Reizdarmsyndrom nicht immer vollständig geheilt wird, kann es mit modernen Behandlungsmethoden gelingen, die Symptome nachhaltig zu lindern. 

Leben mit dem  Reizdarmsyndrom

Ein lebenswertes Leben mit guter Lebensqualität ist möglich. Wichtig ist es, die Symptome ernst zu nehmen und sich in kompetente, ärztliche Behandlung zu begeben.

Frage: Wie wichtig ist das Trinken?

Antwort: Vor allem Menschen mit einem Reizdarmsyndrom vom Obstipationstyp wird oft geraten, reichlich zu trinken, um den Stuhl geschmeidig zu halten. 

Die ganze Antwort lesen

Bislang gibt es jedoch keine Studien, die belegen, dass dies eine heilsame Wirkung auf die Symptomatik hat.

Dennoch schadet es nicht, ausreichend Flüssigkeit über den Tag verteilt zu sich zu nehmen. Die Flüssigkeit sollte in Form von Mineralwasser ohne Kohlensäure aufgenommen werden oder durch Kräutertees, die eventuell auch beruhigende Wirkung auf den Darm haben können.

Eine übermäßige Flüssigkeitsaufnahme hat jedoch keinen positiven Effekt. Im Gegenteil – das Gefühl des Aufgeblähtseins kann dadurch noch verstärkt werden.

Frage: Welche Rolle spielen Bewegung und Sport?

Antwort: Regelmäßige Bewegung und sportliche Aktivität können wesentlich dazu beitragen, den Körper fit und gesund zu halten. 

Die ganze Antwort lesen

Sie können auch helfen, die Darmtätigkeit zu normalisieren.

Besonders geeignet sind für Menschen mit Reizdarmsyndrom Sportarten, die entspannend wirken und „den Kopf freimachen“, zum Beispiel Ausdauersportarten wie Schwimmen, Joggen, Wandern oder Fahrradfahren.Weniger geeignet können Sportarten sein, die für die Betroffenen mit Anspannung verbunden sind wie etwa Wettkampfsportarten.

In erster Linie aber zählt, dass die Bewegung Spaß machen sollte und nicht als zusätzliche Belastung empfunden wird. Dann tritt nicht selten das Reizdarmsyndrom in den Hintergrund und die Lebensfreude nimmt wieder zu.

Frage: Mein Leben macht mir oft keinen Spaß mehr, weil sich alles nur noch um den Darm dreht. Ist das normal oder bereits eine Depression?

Antwort: Für viele Menschen mit Reizdarmsyndrom stellt die Erkrankung eine enorme Belastung dar. Die häufigen Bauchschmerzen, Blähungen und die Not, die oft mit den Verdauungsschwierigkeiten verbunden ist, kann das Leben tatsächlich zur Qual werden lassen. 

Die ganze Antwort lesen

Es ist kein Wunder, dass Menschen, die ständig unter Bauchschmerzen leiden oder kaum das Haus verlassen können, weil sie Angst haben, mit ihrem Durchfall nicht rechtzeitig eine Toilette zu finden, in ihrer Lebensqualität erheblich beeinträchtigt sind.

Ebenso belastend kann die Verstopfung sein. Langes Sitzen auf der Toilette, das Gefühl eines starken Stuhldrangs, aber gleichzeitiger Unfähigkeit, den Stuhl zu entleeren, harter und schmerzhafter Stuhlgang, die Notwendigkeit eines starken Pressens oder sogar manueller Manipulationen, um den Stuhl zu entleeren, können ebenfalls die Lebensfreude nachhaltig trüben.

Kein Wunder also, dass man sich deprimiert und regelrecht depressiv fühlt, wenn solche Beschwerden häufig auftreten. Ein Grund zu verzweifeln ist dies jedoch nicht. Die Symptome sollten aber ein Anlass dafür sein, seinen Arzt zu konsultieren und mit ihm offen über die Probleme zu sprechen. Denn in aller Regel lässt sich das Reizdarmsyndrom gut behandeln, dann kehrt meist auch die gewohnte Lebensfreude wieder zurück.