Das Reizdarmsyndrom

Das Reizdarmsyndrom stellt eine unangenehme chronisch verlaufende Erkrankung dar. Sie kann leichter Natur sein und kaum störend, sie kann aber auch gravierende Beschwerden verursachen und die Lebensfreude und Lebensqualität der Betroffenen spürbar beeinträchtigen. Das Gute: Das Reizdarmsyndrom ist nicht gefährlich und die Beschwerden können dank moderner Therapien gelindert werden.

Die Crux: Auch bei gründlicher Untersuchung lassen sich keine krankhaften Veränderungen im Magen-Darm-Trakt feststellen. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Betroffenen nicht krank sind oder dass die Erkrankung psychisch bedingt sei. Es heißt lediglich, dass im Magen-Darm-Trakt keine erkennbaren Strukturen krankhaft verändert sind. Vielmehr liegt eine „gastrointestinale Funktionsstörung“ vor, wie der Mediziner sagt. Der Darm funktioniert nicht richtig.

Es ist sinnvoll, Beschwerden wie zum Beispiel häufige Bauchschmerzen und Durchfall oder Verstopfung, Blähungen und Völlegefühl beim Arzt abklären zu lassen. Wird nach den angemessenen Untersuchungen die Diagnose Reizdarmsyndrom gestellt, kann eine individuell angepasste Therapie eingeleitet werden.

Auch wenn das Reizdarmsyndrom dadurch nicht vollständig geheilt wird, kann es mit modernen Behandlungsmethoden gelingen, die Symptome nachhaltig zu lindern, sodass wieder ein lebenswertes Leben mit guter Lebensqualität möglich ist.

In den hier aufgeführten sechs Fragenbereichen finden Betroffene Antworten auf viele Fragen, die sie sich zum Krankheitsbild stellen.

Der Autor

Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Hubert Mönnikes

Chefarzt der Klinik für Innere Medizin
Martin-Luther-Krankenhaus
Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin

Wichtiger Hinweis

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